Ausschreibung – Förderpreis 2015

Das Kuratorium zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Landkreis Hameln-Pyrmont lobt jährlich einen Förderpreis aus. Er richtet sich an Institutionen und Einzelpersonen, die sich in unserer Region besonders um die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen in unser tägliches Leben verdient gemacht haben.

Uns kommt es bei der Auszeichnung darauf an, dass das Zusammenleben mit Menschen mit Behinderungen zu einer selbstverständlichen Lebensweise wird.

In diesem Jahr wollen wir einen besonderen Fokus auf die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung legen. Denn nicht selten sind Menschen mit Behinderungen in ihren eigenen Möglichkeiten zur Betätigung eingeschränkt oder aber werden noch immer nicht selbstverständlich in Vereinen und Gesellschaften angenommen.

Allerdings bitten wir auch um Bewerbungen aus allen anderen Bereichen und dort, wo Inklusion erfolgreich gelebt wird. Wenn also Sie als Institution oder als Einzelperson bei der Inklusion von Menschen mit Behinderungen besonders aktiv waren oder sind, oder Sie entsprechende Vorschläge haben, dann bewerben Sie sich für den Förderpreis 2015. Die Vorschläge und Empfehlungen können formlos in schriftlicher Form erfolgen, sind aber ausreichend zu begründen.

Die Entscheidung über die Preisträger erfolgt verbindlich unter Ausschluss des Rechtsweges durch eine Jury des Kuratoriums.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung oder Ihren Vorschlag an folgende Anschrift:

Kuratorium zur Förderung der Inklusion von Menschen mit
Behinderungen im Landkreis Hameln-Pyrmont
c/o radio aktiv
Deisterallee 3
31785 Hameln

Eine Online-Bewerbung ist möglich an die Mailadresse:  kontakt@kuratorium-inklusion.de

Die Bewerbungsfrist endet am 15.11.2015

Der Preis ist mit 150 € dotiert. Er wird im Rahmen einer öffentlichen Feierstunde übergeben.

Podiumsdiskussion „Arbeit und Inklusion“

Leere Ausbildungsplätze, demografischer Wandeln und Fachkräftemangel, dass sind nur wenige Stichworte, mit denen sich Personalmanager derzeit beschäftigen müssen. Gleichzeitig ist die Quote der Arbeitslosen mit Behinderung doppelt so hoch wie bei der übrigen Bevölkerung. Zwei Fünftel der schwerbehinderten Menschen sind 55 Jahre und älter und besitzen zahlreiche Qualifikationen. Was liegt dann nicht näher, als im Zuge des gesellschaftlichen Wandels mit Ihnen die Querschnitte dieser so verschiedenen und überaus wichtigen Ziele zu diskutieren?

Das Kuratorium zur Förderung der Inklusion lädt Sie daher gemeinsam mit dem Verband der Arbeitgeber im Weserbergland AdU ganz herzlich zur

Podiumsdiskussion „Arbeit und Inklusion“
in die Räumlichkeiten der DeWeZet, Osterstr. 15, 31785 Hameln
am 11.02.14 um 18:00 Uhr

ein.

Auf dem Podium werden erwartet:

  • Gabriele Lösekrug-Möller – ist hiesige Abgeordnete des Deutschen Bundestages und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Zur Zeit bereitet sie federführend das Bundesteilhabegesetz vor, welches eine Vielzahl von Veränderungen und Verbesserungen im Sozialrecht für Menschen mit Behinderungen bringen soll.
  • Rául Krauthausen – ist Autor, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und sozialer Aktivist. Aufgrund einer Glasknochenkrankheit sitzt er im Rollstuhl und setzt sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein. Sein Buch „Dachdecker wollte ich eh nie werden“ erzählt das Leben aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers und gibt Einblicke, wie und warum sich die Gesellschaft verändern muss.
  • Dr. Jörn Hülsemann – ist Fachanwalt für Arbeitsrecht im Anwaltshaus seit 1895 in Hameln und spezialisiert auf Fragen rund um das Thema „Arbeitnehmer mit und trotz Behinderung“. Er wird anfangs eine kurze Einführung in das Thema geben.

Wir freuen uns auf eine offene und streitbare Diskussion mit Ihnen.

Newsletter 01/2014

Liebe Mitglieder und Interessierte,

wir möchten uns mit diesem Newsletter, den wir zukünftig mindestens halbjährlich veröffentlichen möchten, an Sie wenden und über die letzten Aktivitäten informieren.

Förderpreisverleihung 2013

Am 03.04.2014 verliehen wir den diesjährigen Förderpreis an die Hamelner Kanzlei „Anwaltshaus sei 1895“. Zum ersten Mal setzte das Kuratorium bei der Ausschreibung des Preises den Schwerpunkt auf ein Thema, welches bei der aktuellen Debatte rund um Inklusion häufig zu kurz kommt: Arbeit & Wirtschaft.

Neben inspirierenden Grußworten der Hamelner Bürgermeisterin Wehrmann, der Kreisrätin Broistedt, sowie der Direktorin der Agentur für Arbeit Frau Rose wurde als kleine Überraschung auch ein Glückwunschschreiben aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales von der parlamentarischen Staatssekretärin Frau Lösekrug-Möller verlesen.

Nach einem musikalischen Zwischenspiel von Hanno Steffen und Andreas Regel trug Herr Lohmann, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes der Unternehmer im Weserbergland, seine Laudatio auf den Preisträger vor.

Dabei gewährten die Mitarbeiterinnen des Anwaltshauses, Frau Seddig und Frau Geske, Einblick in den Arbeitsalltag der Kanzlei und wie es ihnen ermöglicht wird, dort arbeiten zu können.

Zum Abschluss bedankte sich Rüdiger Zemlin für das Anwaltshaus. Dr. Hülsemann, Fachanwalt für Arbeitsrecht, blickte sodann in die Zukunft und versicherte dem Kuratorium, dass man sich auch bei der geplanten Podiumsdiskussion zum Thema “Inklusion und Arbeitswelt” beteiligen wolle.

Einen gesamten Bericht mit entsprechendem Bildmaterial und Auszügen aus den Reden finden Sie hier.

Webseite und Soziale Netzwerke

Das bringt uns gleich zur nächsten Neuerung. Endlich ist das Kuratorium auch im Internet auffindbar. Unter der Adresse www.kuratorium-inklusion.de können nun Informationen und Berichte zum Kuratorium abgerufen werden. Selbstverständlich ist es dort auch möglich an das Kuratorium zu spenden und Mitglied zu werden.

Probieren Sie es doch gleich mal aus und lesen sich unseren Kommentar zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen durch!

Flyer und Aufsteller

aufsteller
Neben einer neuen Webseite haben wir auch neue Flyer erstellt und drucken lassen. Auch diesen können Sie hier finden und gegebenenfalls ausdrucken und verteilen.

Außerdem steht uns nun für Veranstaltungen ein sog. Roll-Up-Aufsteller zur Verfügung.

Ausblick 2015

Auch für 2015 haben wir uns wieder einiges vorgenommen. Neben der traditionellen Förderpreisverleihung wird es Anfang des Jahres die versprochene Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeit mit Behinderung“ geben. Ganz konkret wird die Veranstaltung am 11.02 stattfinden. Mit dabei werden u.A. die Parlamentarische Staatssekretärin aus dem BAMS und MdB Lösekrug-Möller und der bekannte Behindertenaktivist und Autor Raúl Krauthausen sein.

Kommentar zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen

Alle Menschen sind behindert. Jeder der auf Hilfe, in welcher Form auch immer, angewiesen ist wird behindert. Kinder brauchen eine helfende Hand, ebenso wie wir alle im hohen Alter Unterstützung benötigen. Dabei haben manche Menschen das Glück vorübergehend eigenständig und selbstbestimmt auf Hilfe verzichten zu können. Aber selbst dann wird man durch Rahmenbedingungen und Lebenssituationen behindert. Jedes Elternteil mit Kinderwagen oder Verunfallte mit Gipsbein kann das bestätigen.

Aber nicht nur materielle Barrieren führen zu Behinderungen. Nicht Wenige haben Schwierigkeiten politischer Debatten zu folgen, im Verstehen von fremden Sprachen oder sich gegenüber unbekannten Menschen emotional zu öffnen. All diese Facetten zeigen, wie das gesellschaftliche Zusammenleben auf der einen oder anderen Art jeden Menschen behindert.

Heute ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen. Gerne wäre ich bei einer Kundgebung in Berlin, doch wie es der Zufall will, ist es der Deutschen Bahn nicht möglich behinderte Menschen zu gewissen Zeiten mit dem ICE zu befördern. Alleine daran ist schon erkennbar, dass Menschen noch immer in elementaren Rechten behindert werden. Und auch wenn wir in Deutschland schon viel zum Erreichen des Ziels „Inklusion“ und der Gleichstellung aller Menschen getan haben, so ist es das Verständnis für den Begriff, der uns im Erreichen des Ziels aufhält. Für mich ist Inklusion ein gesellschaftlicher Wert, der fundamental für unser friedliches und liberales Zusammenleben ist. Inklusion zwingt uns, uns ständig im Wandel zu befinden. Inklusion ist der immerwährende Prozess allen die gleichen Chancen und Möglichkeiten zu gewähren. Die Chance auf einen Arbeitsplatz, ein Aufwachsen in Frieden, auf Bildung, auf das feierliche Bier mit Freunden oder die Möglichkeit von A nach B zu kommen.

Ich möchte dazu aufrufen, Inklusion als ein Recht zu begreifen, das jedem Einzelnen nützt. Für eine barrierefreie Welt, in der die Mutter mit dem Kinderwagen nicht durch Stufen vor Geschäften behindert wird. Für eine vorurteilsfreie Welt, in der der Name nicht Grund für einen Ausschluss bei der Arbeitssuche ist. Und für eine Welt, in der jedes Kind die Möglichkeit erhält zu erkennen, dass jeder Mensch verschieden Fähigkeiten und Schwächen haben kann.

Diese Welt kann, wird und fängt in Hameln-Pyrmont an, nicht zuletzt mit dem Kuratorium zur Förderung von Menschen mit Behinderung.

– Constantin Grosch

Das Anwaltshaus mit seinen Anwälten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Förderpreisverleihung 2013

Am 03.04.2014 verlieh das Kuratorium zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderung e.V. den diesjährigen Förderpreis. Gewonnen hat ihn die Hamelner Kanzlei „Anwaltshaus seit 1895„.

Zum ersten Mal setzte das Kuratorium bei der Ausschreibung des Preises den Schwerpunkt auf ein Thema, welches bei der aktuellen Debatte rund um Inklusion häufig zu kurz kommt: Arbeit & Wirtschaft

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